Regentanz in Mittenwald.

21.07.2016
An unserem letzten Tag in Bayern sind wir schwer in die Gänge gekommen. Irgendwie scheint am Vorabend versehentlich Alkohol in unsere Getränke geraten zu sein. Wir waren müde. Das Wetter zeigte sich nach ein paar schönen Tagen auch mal wieder recht durchwachsen. Und so erfuhr unser eigentlicher Plan eine Änderung.

Der Plan sah einen Ausflug auf den Laber vor. Den Hausberg von Oberammergau. Jeden Donnerstag findet dort ein „langer Abend“ statt und die letzte Seilbahn Richtung Tal fährt erst um 22 Uhr.  Perfekt, um den Sonnenuntergang vor einem – so sagt man – wunderschönen Alpen-Panorama zu genießen. Und zu fotografieren.

Aber Aussicht geht eben nur mit ohne Wolken. Und unser neuer Freund, die Regenwolke, zeigte sich immer mal wieder in verschiedenen Ausprägungen. Also haben wir umgeplant. Es ging zum Sightseeing nach Mittenwald und auch für die Abendgestaltung hatten wir eine Alternative zur Hand.

In Mittenwald angekommen mussten wir erstmal mit der Parkuhr fertig werden. Es war völlig unmöglich, einen Parkschein zu ziehen. Gerade als ich kurz davor war, einen wütend beschrifteten Zettel hinter die Windschutz-Scheibe zu klemmen, schluckte das unsägliche Gerät doch noch einen Euro. Ich glaube, wir hätten damit 30 Minuten parken dürfen. War uns dann aber auch egal.

Auf dem Weg ins Stadtzentrum fing es mal wieder zu tröpfeln an. Also erstmal zurück zum Auto:  Den Regenschirm holen. Kennt man ja. Aber diesmal hatten wir eine perfide Idee. Wir tricksen das Wetter einfach aus! Und setzen uns erstmal schön zu einem späten Mittagessen in den Biergarten unter ein schützendes Dach.

Hat auch ganz gut geklappt. Während wir gegessen haben, hat es nicht geregnet. Dafür aber, als wir uns wieder auf den Weg gemacht haben. Und zwar ordentlich. Als wüsste da jemand, dass es unser letzter Tag hier ist und als müsste man uns nochmal ordentlich was bieten. Macht aber nichts, Mittenwald ist auch im Regen schön. Und wir sind mittlerweile echte Profis im „vom-unterm-Regenschirm-fotografieren“.

Die gute Sachen von Regen: Es sind wenig Leute unterwegs. Und wir können ganz in Ruhe Geocaches suchen. Das ging an einer Stelle sehr schnell, beim zweiten Cache auf der Liste hat etwas länger gedauert. War aber auch fies versteckt. Erzählen wir bei Gelegenheit mal.

Oben hatte ich erwähnt, dass wir auch für den Abend Alternativ-Programm hatten. Den Programmpunkt habe ich schon in Köln auf unsere Liste geschrieben: Abendessen in Altenau. Im „Altenauer Dorfwirt“. Früher mal „Gasthof zur Post“. Klingt ein bisschen merkwürdig. In Altenau haben wir – als ich noch ein Kind war – mehrfach in einer Ferienwohnung Urlaub gemacht.

Und haben dann eben desöfteren im Gasthof zur Post zu Abend gegessen. Ich erinnere mich an riesige Schweinshaxen und Spezi. Das war immer toll. Für uns gab es diesmal keine Haxen, dafür einen Tisch auf der Terrasse. Und da sitzt man wirklich mitten im Dorf. Kann sich an niedlichen kleinen Kätzchen auf dem Dach gegenüber erfreuen. Oder redet sich ein, dass es total romantisch ist, wenn der Bauer mehrfach mit seinem Gülle-Wagen an einem vorbei tuckert.

Ich fand es sehr nett dort. Man kann es durchaus schlechter antreffen. Wir haben die Zeit dann auch sinnvoll genutzt und endlich mal die Postkarten geschrieben, die wir schon länger mit uns herumtragen. Die müssen ja schließlich noch einen bayerischen Poststempel bekommen. Und morgen fahren wir heim.

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