Cairns – Und was sonst so war

02./04.11.2016
Als ich vor dem Urlaub gefragt wurde, ob ich wieder den Blog schreibe, war meine Antwort „Ja, das ist der Plan.“ Da wusste ich allerdings noch nicht, mit welchen Hindernissen wir hier so zu kämpfen haben. Deswegen dauert es manchmal etwas länger, bis ein neuer Beitrag erscheint. Jetzt sitzen wir gerade in Cairns am Flughafen, warten auf das Boarding Richtung Sydney und ich habe Zeit ein bisschen was aufzuarbeiten.

Gerade musste ich erstmal nachschauen, wann wir hier angekommen sind. Es war am Dienstag. Seit wir in Hongkong aus dem Flieger gestiegen sind, habe ich komplett das Gefühl für Raum und Zeit verloren. Keine Ahnung welcher Tag gerade ist und wieviel Uhr es ist. Zum Glück hilft mir dann das Handy weiter. Und zeigt mir zur besseren Einordnung auch gleich die Kölner Ortszeit an. Da ist es gerade 22:52 Uhr.

Ein Hindernis mit dem ich so gar nicht gerechnet habe, ist die schlechte, öffentliche W-Lan-Abdeckung. Deutschland ist da ja schon mies entwickelt, aber Australien legt noch einmal eine Schüppe drauf. Selbst in den Hotels in Noosa und Cairns musste, bzw. hätte man die Internetnutzung zusätzlich buchen und zahlen müssen. Die rühmliche Ausnahme bildet bisher die Strandpromenade von Cairns. Dort gibt es ein öffentliches, freies W-Lan ohne jede Beschränkung.

Während wir bei unserem temporären Stamm-Italiener saßen haben wir das auch fleißig genutzt. Wir haben es tätsächlich geschafft, an 3 von 4 Abenden beim gleichen Italiener zu essen. Never change a running system. Mittlerweile haben wir uns auch an das absurde Preis-Leistungs-Verhältnis gewöhnt. Meistens zahlen wir eh mit Kreditkarte, da merkt man die Spaghetti für 28 Dollar nicht so direkt.

Cairns an sich ist eine merkwürdige Mischung aus einer sehr hübschen und in einigen Bereichen tollen Strandpromenade und einem – nun ja – recht funktionalen Rest der Stadt. Als Kölner muss ich mich in Sachen Stadtarchitektur ja immer etwas zurück halten, aber hier wie dort besteht Nachholbedarf.

Mein favorite part in Cairns ist ein riesiger, öffentlicher Pool direkt am Meer. Das ist wohl auch nötig, denn das Schwimmen im Meer, ist a.) verboten (wegen Krokodilen) und b.) gibt es in Cairns-City nicht wirklich einen Strand. Und so wird der Pool – Anja sagt, es heißt „Lagune“ – auch rege genutzt. Es gibt einen kleinen Sandstrand für die Kids, die Wassertiefe beträgt nie mehr als 90 cm und insgesamt 3 Bademeister haben einen Blick auf das Volk.

Was es in Cairns auch gibt, sind jede Menge Shops, die einem Touren ans Great Barrier Reef, Tauchausrüstung und Fotoequipment anbieten. Da wir ja auch eine Cruise zum Reef gebucht hatten, haben wir bereits vor ein paar Monaten eine Unterwasserkamera angeschafft. Die hat auf Fraser Island prima funktioniert, ist dort allerdings auch in den Kontakt mit etwas zu viel Sand gekommen. Der Auslöser und einige andere Knöpfe funktionierten nicht mehr.

Also sind wir in Cairns durch die Läden gezogen, in der Hoffnung jemand könne diese Fehlfunktion reparieren. Unsere eigenen Versuche den Sand mit fließendem Wasser auszuspülen, haben nicht wirklich funktioniert. Als uns die ersten zwei Läden nicht weiterhelfen konnten, haben wir kurz – wirklich nur kurz – darüber nachgedacht, einfach eine GoPro anzuschaffen. Die war im Angebot!

Auch unser letzter Versuch in einem kleinen Fotoladen schien zunächst zu scheitern. Dann aber hat die gute Dame hinterm Tresen mit der bewährten Methode „einfach mal fest draufschlagen“ das Problem gelöst. Wir wissen nicht warum, aber nach dem kleinen Klaps hat der Auslöser wieder funktioniert und wir haben sehr coole Aufnahmen von Fischen, Korallen und Schildkröten am Riff machen können.

Eine interessante Sache in Cairns sind Fledermäuse. Jawohl, leibhaftige – und wie ich meine riesige – Fledermäuse. Die hängen hier tagsüber in den Bäumen und pennen. Nachts werden sie wach und fliegen herum. Ich habe das erst gar nicht gecheckt, weil ich dachte, das seien Vögel. Die sehen aus wie große Krähen. Abgefahren.

Was bleibt von Cairns? Ein Klima, an das ich mich nicht gewöhnen kann. Selbst Anja war es zu warm und wir waren immer froh, wenn wir Abends in unser Zimmer kamen und die Klima-Anlage lief. Ansonsten bleiben Erinnerungen an den Regenwald und Cape Tribulation. Und natürlich an das Great Barrier Reef. Fotos und Bericht folgen hier in Kürze.

Jetzt geht es erstmal weiter nach Sydney. Wir freuen uns auf Saskia und die Stadt. Und wir gehen ins Opernhaus, ein Streicher-Quartett schauen. Bleibt spannend Down Under.

Original-Beitrag vom 04.11.2016 mit Kommentaren:
http://www.pal.koeln/pal-down-under/cairns-und-was-sonst-so-war/

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